What a wonderful Day! 21.Dezember

"Das schönste Geschenk für Gassigeher - die Tage werden länger"

Oh Oh harte Zeiten für Hundefreunde! Kurze Tage, lange Nächte, Matsch. Ein Blick aus dem Fenster beweist es jedes Jahr auf's Neue. Der beste Freund des Hundes ist leidensfähig und hochgradig empathisch, zumindest mit dem Hund! Ja klar Fritzle, und Susi müssen raus. Schnüffeln, pinkeln, weiter! Jeden Tag ! Puhh! In Relation zu Joggern und Radfahrer stehen Gassigeher weit oben an der Spitze der Bewegungsolympiade im Winter.

Glückwunsch! 

Aber - mal unter uns: Wer hat schon wirklich Lust bei Dunkelheit, Regen und/oder Schneegestöber durch die einsamen, vielleicht auch noch vereisten Straßen zu wandeln. Von bestenfalls mitleidigen Blicken der Passanten begleitet. „Nee also wirklich nicht!" Wir spüren was sie denken. Hilflos hält unser mittlerweile völlig unterkühltes Gehirn eine immer dünner werdende Argumentationskette dagegen. „Ja aber…es ist doch….!“ "Aber was?" wollen wir entnervt schreien.  Die dicke Mütze ruiniert die Frisur – äh welche Frisur? Der alte dreckige Mantel – falls Hundi seine punktuell unkontrollierte Winterfreude nicht zurückhalten kann "Nicht springen!" Die ollen Stiefel sind undicht – sollte nicht bereits letztes Jahr wasserdichtes Schuhwerk gekauft werden? Die Füße sind schon längst eiskalt. Trotz 2 Paar Socken!

 

Ach, diese unsägliche Winterzeit kommt doch immer plötzlich und unerwartet. Und jedes Mal viel schlimmer, als wir uns das bei lauen Sommertemperaturen vorgestellt haben. Was ist denn jetzt eigentlich mit dem Klimawandel? Einen (!) Vorteil hätte das Ganze: Entspanntes Gassigehen ohne Eis, Schnee und Nässe! Ohne tägliches Salz-aus-den-Pfoten waschen. Nasser Hund auf dem Sofa?  Riecht es hier nicht leicht muffelig?

 

Das reale Bild verschwimmt, halluzinieren wir vor Kälte womöglich schon? Der glückliche Hund tollt vergnügt über eine Wiese mit Blumen, Schmetterlingen, bringt Balli. Der stolze Hundebesitzer triumphiert “Naaaa  neidisch?“

 

ACHTUNG rutschig! Die Realität hat uns wieder!  Hundi hat Kacki gemacht. Endlich, dann können wir ja wieder nach Hause. Hektisches Gekruschtel mit tauben Fingern in vollgestopften Manteltaschen. Wo ist der Beutel? Grrrr……! „Durchhalten!!“ Rufen die Synapsen streng „DU wolltest es so und denke mal dran wie gut es dir tut?“ Schwache Parolen treiben den Hundefreund durch's graue Einerlei! „Ja stimmt der Hund muss raus!“ Also hetzen wir weiter, stoisch, unbeugsam, mit düsteren Gedanken und roter Nase.

ALLES für den Hund!

 

Liebe Hundefreunde! Haltet durch – es gibt Hoffnung! Es ist soweit! Ab heute werden die Tage wieder länger.  Der langersehnte Wendepunkt! Meteorologen sagen jeden Tag 2 Minuten. Anfangs langsamer dann schneller. Das bedeutet in 10 Tagen 20 Minuten! Fast ne halbe Stunde. In einer halben Stunde schaffen wir locker 2 Kilometer. Wir sehen den Hund (Frisst der schon wieder was?) andere sehen den Hund (Auch rücksichtslose Radfahrer mit ‚keiner‘ Beleuchtung!) der Hund sieht uns (Was er sowieso tut, denn Hundeaugen können selbst schwaches Restlicht schwups verstärken und sehen das Herrchen/Frauchen eigentlich schon - wenn gewollt!).   

 

Taschenlampe, Reflektoren aller Art – weg damit. Das grelle Blinken der eigenen Lichtershow blendet uns nicht mehr! Welch eine Wohltat. Keiner verwechselt uns mit einem wandelnden Weihnachtsbaum!

In 30 Tagen – Yeah – sicherlich fast eine Stunde! Mega!

 

Und es stimmt doch!

Der Hund, der beste Freund des Menschen! Ja! Das Leben mit Hund ist schöner! Der Hund ist Motivator, Tröster, Kamerad und ständig an unserer Seite. Er zeigt uns, sich an den kleinen Wundern der Natur zu erfreuen. WIR erleben die Jahreszeiten in Reality! Ätsch! Mit ihm überwinden wir unser inneres Faulenzer-Ich, rufen bei jedem Arztbesuch auf die immer irgendwie leicht vorwurfsvolle Frage „Bewegen Sie sich auch ausreichend?“ stolz und freudig „Heute schon 15.000 Schritte!“ Genießen die Reaktion „Wow wirklich beachtlich!“ Selbst der schlaue Mediziner erkennt, was sind wir doch für Heroes! Der Hund stärkt unser eigenes Durchhaltevermögen, wir werden resilienter gegen – ach ja - gegen eigentlich alles! Denn wer bei Schnee und Eis……!?! Was jucken den die alltäglichen Kleinigkeiten!?!

 

Man könnte stundenlang von der Liebe zum Hund referieren…aber….sorry Leute …ich muss los….denn…..ähhhhh…..es wird gleich dunkel!